Wirtschaft : US-Wirtschaft: Alan Greenspan sieht weiter Risiken

US-Notenbank-Chef Alan Greenspan sieht in den kommenden Monaten beträchtliche "Unsicherheiten" bei der Entwicklung der US-Wirtschaft. Nach seinen Angaben deuten Voraussagen auf eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2001 um nur 1,25 bis zwei Prozent hin. Für 2002 lägen die Prognosen bei drei bis 3,25 Prozent. Die Verlangsamung der Konjunktur in Japan und Europa könne die Lage in den USA verschlechtern, sagte Greenspan in seiner halbjährlichen Rede vor dem US-Kongress. Die US-Notenbank müsse deshalb möglicherweise ihre Zinsen weiter senken. Dabei dürfe die Fed allerdings nicht das Ziel der Inflationsbekämpfung aus den Augen verlieren.

Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juni um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat und damit etwas stärker gestiegen als erwartet. Ursache dafür waren unter anderem höhere Kosten für medizinische Versorgung und Flugreisen, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Mai waren die Verbraucherpreise, der Hauptindikator für die Inflation, um 0,4 Prozent gestiegen. Die so genannte Kernrate, die Kosten für Energie und Nahrungsmittel ausschließt, stieg im Juni um 0,3 Prozent gegenüber 0,1 Prozent im Mai. Analysten hatten einen Anstieg um 0,1 Prozent und bei der Kernrate um 0,2 Prozent erwartet.

Der Euro behauptete sich vor der Rede von US-Notenbankpräsident im New Yorker Handel über 0,86 Dollar. Händlern zufolge profitierte der Kurs dabei von der erwartungsgemäß niedrigeren Inflationsrate in der Euro-Zone im Juni. Die Teuerungsrate war auf 3,0 Prozent im Jahresvergleich zurückgegangen, nach 3,4 Prozent im Mai, teilte das europäische Statistikamt mit.

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