Wirtschaft : US-Wirtschaft: Amerika importiert weniger

nnl

Die anhaltende Schwäche der US-amerikanischen Wirtschaft geht noch nicht mit einem nachlassendem Preisdruck einher. Allerdings macht sich die nachlassende Konsum- und Investitionsgüternachfrage zunehmend im Rückgang der Importe bemerkbar.

Die US-Verbraucherpreise sind im Januar im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent und damit kräftiger als erwartet gestiegen. Vor allem der mit 17,4 Prozent unerwartet hohe Anstieg der Gaspreise, die verzögert auf den Ölpreisanstieg des vergangenen Jahres reagierten, ist dafür verantwortlich. Steigende Tabakpreise haben auch den Kernindex (ohne Nahrungsmittel und Energie) stark steigen lassen. Nach 3,4 Prozent im Dezember ist die Inflation im Vergleich zum Vorjahresmonat damit auf 3,7 Prozent gestiegen. Der Ausblick bleibt verhalten. Da sich die Lohnstückkosten im letzten Quartal kräftig erhöht haben, rechnen Analysten mit einem anhaltend hohen Preisauftrieb.

Die US-Importe sind im Dezember im dritten Monat in Folge leicht rückläufig gewesen. Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich damit trotz ebenfalls nachlassender Exporte von 33,1 Milliarden Dollar auf 33 Milliarden Dollar verringert. Neben dem rückläufigen Ölpreis dürfte die Importnachfrage unter der allgemeinen Abschwächung der Inlandsnachfrage gelitten haben.

Für das gesamte Jahr wies das US-Handelsministerium am Mittwoch allerdings ein Rekorddefizit in der US-Handelsbilanz aus. Wie das Ministerium in Washington mitteilte, erreichte das Defizit die Summe von 369,7 Milliarden Dollar. Umgerechnet sind das 789,12 Milliarden Mark. Die größte Handelslücke gebe es im Warenverkehr mit China, hieß es weiter. Das Ministerium berichtete , das Defizit für 2000 habe knapp 40 Prozent über dem bisher höchsten Wert - einem Fehlbetrag von 265 Milliarden Dollar im Jahr 1999 - gelegen.

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