Wirtschaft : US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet

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Berlin (tia). Die amerikanische Wirtschaft hat im ersten Quartal 2002 stärker zugelegt als zunächst angenommen. Das US-Handelsministerium teilte mit, das amerikanische Bruttoinlandsprodukt habe von Januar bis März mit einer hochgerechneten Jahresrate von 6,1 Prozent zugelegt. Dieser Wert liegt einen halben Prozentpunkt über den Schätzungen vom Mai und bedeutet das höchste Wachstum seit zwei Jahren. Vokswirte gehen aber nicht davon aus, dass sich die Erholung weiter so schnell fortsetzt. „Im laufenden Quartal können wir uns glücklich schätzen, wenn wir ein halb so starkes Wachstum haben“, sagte Geoffrey Somes von der Fleet Bank in Boston.

Der US–Dollar gewann am Donnerstag gegenüber dem Euro an Wert. Die Europäische Zentralbank setzte den Euro-Referenzkurs bei 0,9824 (Mittwoch: 0,9917) US-Dollar fest. Deutschland und die USA betonten auf dem G 8-Gipfel der führenden Industrienationen, Eingriffe der Notenbanken seien angesichts der aktuellen Entwicklung hin zu einem Wechselkurs von 1:1 nicht nötig.

In Deutschland gibt es Anzeichen für eine Verlangsamung der Konjunkturerholung. Im Mai verringerte sich der Auftragseingang in der Maschinenbaubranche um 19 Prozent deutlich und bescherte der Branche saisonbereinigt das schlechteste Monatsergebnis in diesem Jahr. Dafür machte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) den Metallerstreik und einen drastischen Einbruch bei den Bestellungen aus dem Ausland verantwortlich. Mit einem Minus von 20 Prozent brach die Auslandsnachfrage dramatisch ein. Im Inland lagen die Bestellungen um 16 Prozent unter dem Vorjahr.

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