USA : Nur Wachstum zählt

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Washington - Präsident Barack Obama hat gerade eine Wahl verloren. Als Hauptgrund gelten die schleppende ökonomische Erholung und die hohe Arbeitslosigkeit. Und so formulieren die Wirtschaftsberater im Weißen Haus ihre Erwartungen an den G-20-Gipfel ungeschminkt: „Alles, was dem heimischen Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA dient.“ Höflich loben sie die gewachsene Bedeutung der G 20, ihre Rolle bei der Stabilisierung der Finanzmärkte.

Rasch kehren Obamas Berater im Hintergrundgespräch mit den im Weißen Haus akkreditierten Korrespondenten jedoch zu ihren Lieblingsforderungen zurück: Asiens Schwellenländer sollen Handelsbarrieren reduzieren, damit US-Firmen mehr exportieren können. Und China müsse endlich realistische Umtauschkurse zulassen, statt seine Währung künstlich schwach zu halten, um die eigenen Exporte zu fördern. Obama fährt nicht nur zum Treffen der G 20, sondern besucht auch Indien und Indonesien und wirbt auf allen Stationen für US-Waren.

Auf den zurückliegenden Gipfeln haben die G 20 Ungleichgewichte im Handel angeprangert; nun müssten Taten folgen, sagen Obamas Berater. Realistische Wechselkurse ließen sich nur durch permanenten Druck erreichen. „Kein Land ist da freiwillig und individuell zum Alleingang bereit.“ Christoph von Marschall

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