Wirtschaft : Vattenfall garantiert 3000 Arbeitsplätze in Hamburg

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Berlin (fo). Der schwedische Staatskonzern Vattenfall, der die Energieunternehmen Bewag, HEW, Veag und Laub zu einem neuen Stromkonzern zusammenschweißen will, hat mit der Hansestadt Hamburg einen Standortsicherungsvertrag abgeschlossen. Eine vergleichbare Vereinbarung mit dem Land Berlin ist noch in Arbeit. Am Dienstag teilte HEW-Chef Klaus Rauscher mit, dass Vattenfall die restlichen HEW-Anteile Hamburgs übernimmt und damit seine Beteiligung auf nahezu 100 Prozent aufstockt. Im Gegenzug verpflichte sich Vattenfall, bis 2005 mindestens 3000 Arbeitsplätze in Hamburg zu erhalten. Gegenwärtig beschäftigt die HEW noch mehr als 4000 Mitarbeiter in der Hansestadt. Im Zuge der Fusion sollen an allen Standorten Arbeitsplätze gestrichen werden. Vattenfall will allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Rauscher, Chef der künftigen Vattenfall Europe mit Sitz in Berlin, verhandelt auch mit dem Berliner Senat über einen Beschäftigungsvertrag mit Berlin. Vor allem beim Stromversorger Bewag sind die Befürchtungen groß, dass im Zuge der Fusion viele Arbeitsplätze abgebaut werden könnten.

Die Privatisierung der HEW ist jtzzt nach mehreren Zwischenschritten abgeschlossen. Vattenfall zahlt für die restlichen 25 Prozent HEW-Aktien rund 896 Millionen Euro an Hamburg sowie weitere 96,4 Millionen Euro als „Kompensation“ für die vorzeitige Aufhebung eines Privatisierungsvertrags aus dem Jahr 1999. Vattenfall garantiert, dass das operative HEW-Stromgeschäft, der Sitz der Kernkraftwerk-Töchter sowie der Stromhandel und die Lohnbuchhaltung für den gesamten Konzern in Hamburg bleiben. Der Aufbau der neuen Konzernstruktur soll bis Ende August abgeschlossen sein; die letzten Schritte sind zum Beginn des kommenden Jahres vorgesehen.

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