Wirtschaft : Vattenfall und München bauen Windräder bei Sylt Offshore-Park soll 500 000 Haushalte versorgen

Berlin - Rund 70 Kilometer westlich von Sylt sollen in den kommenden zwei Jahren 80 Windturbinen aufgestellt werden. Dazu haben nun zwei Partner eine Absichtserklärung unterzeichnet, die bislang nicht zusammen in Erscheinung traten: Der nordostdeutsche Energieversorger Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM). Sollte das Projekt mit dem Namen Dan Tysk wie geplant auf einer Fläche von 70 Quadratkilometern umgesetzt werden, hätten die Partner eine Investition von gut einer Milliarde Euro zu schultern. Im Ergebnis könnten dann rund 500 000 Haushalte „mit sauberem Strom aus Nordseewind“ versorgt werden, wie Vattenfall und SWM am Dienstag mitteilten.

Ob der Park tatsächlich gebaut wird, hängt indes noch von einigen offenen Fragen ab. So sollen bis Herbst die Verhandlungen mit den Lieferanten der Turbinen, der Gründungskonstruktionen in 30 Meter Tiefe und der Verkabelungen abgeschlossen sein. Zu klären ist ferner die Netzanbindung, wie also der Strom von den Turbinen respektive aus der Nordsee dorthin geleitet wird, wo er gebraucht wird – zum Beispiel nach München. Ohne die Politik wird es dabei nicht gehen, meint jedenfalls Tuomo Hatakka, Chef der Vattenfall Europe AG. „Die Risiken beim schnellen Einstieg in die Stromerzeugung auf See müssen gemeinsam bewältigt werden.“

Für die Stadtwerke München wäre Dan Tysk der dritte Windpark. „Damit könnten wir alle rund 800 000 Münchner Haushalte mit Ökostrom aus eigenen Anlagen versorgen“, sagte SWM-Chef Kurt Mühlhäuser. Und dazu auch noch die Münchner U-Bahn und Tram. alf

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