Wirtschaft : Veag-Übernahme: HEW bessert Konzept nach

mhm

Der geplante Verkauf der ostdeutschen Energieunternehmen Veag und Laubag an die Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) entwickelt sich zu einem Tauziehen zwischen HEW und den Aufsichtsbehörden. Weil dem Bonner Bundeskartellamt das Übernahme- und Vermarktungskonzept der HEW für den ostdeutschen Braunkohlestrom nicht schlüssig erscheint, hatte es den Hamburgern eine Frist zur Nachbesserung bis Montag Mittag eingeräumt. HEW wie auch RWE, deren Chemnitzer Regionalversorgungs-Tochter Envia AG aus Sicht der Kartellbehörden mit an HEW verkauft werden sollte, haben daraufhin weitere Details nachgeliefert, um Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen. HEW habe das Konzept für Veag/Laubag "deutlich präzisiert", sagte ein Firmensprecher. Das Kartellamt hat inzwischen sogar damit gedroht, das 2,9 Milliarden Mark teure Geschäft zu Fall zu bringen.

HEW habe nicht nachweisen können, dass es ihr innerhalb von zwei bis drei Jahren gelingen werde, auch ohne die Übernahme der - 2,4 Milliarden Mark teuren - RWE-Envia-Anteile die Veag "als aktiven und maßgeblichen Wettbewerber auf allen Marktstufen aufzubauen und fortzuentwickeln", heißt es in einer Abmahnung an HEW aus der vergangenen Woche. Schon deshalb könne man dem Verkauf nicht zustimmen. "Der Veräußerungsprozess ist somit wieder aufzunehmen," droht das Amt. Das Bundeskartellamt könnte auf die Einsetzung des im Vorfeld vereinbarten Veräußerungs-Treuhänders für die ostdeutschen Unternehmen drängen und den Mitte Dezember vorerst beendeten Verkaufsprozess erneut eröffnen lassen.

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