Wirtschaft : Veag: Verkauf an die HEW auf gutem Weg

Das Bundeskartellamt erwartet bei der Genehmigung des Verkaufs der ostdeutschen Veag an die Hamburgischen Electricitätswerke (HEW) keine unüberwindbaren Hürden. Präsident Ulf Böge sagte am Donnerstag, nach allem, was man bislang höre, "denke ich mal, ist es auf gutem Wege". Das Amt wolle, "dass schnell Klarheit geschaffen wird". Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will am Freitag in Jänschwalde zu den Beschäftigten der Veag und der Braunkohlegesellschaft Laubag sprechen.

Mit Blick auf die Envia, die gegen Stromabnahmegarantien bei RWE bleiben soll, sagte Böge, man werde dies analysieren. "Wir wollen nur sicher sein, dass Wettbewerb nachher durch die neue aktive Kraft in der Tat auch funktioniert." Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hat bereits signalisiert, dass er keine gravierenden Hindernisse für eine Zustimmung zum Veag-Verkauf sieht.

Nach der Entscheidung von Eon Energie und RWE, ihre Anteile an Veag und Laubag für 2,9 Milliarden Mark an HEW/Vattenfall abzugeben, haben die Bemühungen um eine Gesamtlösung für die nordostdeutsche Energiewirtschaft Auftrieb erhalten. HEW und Bewag wollen jetzt unter Ausklammerung der ungelösten künftigen Anteilseigenerstruktur bei der Bewag kooperieren.

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