Wirtschaft : Veba gleicht Minus beim Strom aus - mit Sonderfaktoren peilt Konzern ein Rekordergebnis an

ews

Mit einem Ergebnis, das noch das Rekordjahr 1997 übertreffen soll, rechnet die Veba AG, Düsseldorf, in diesem Jahr. In den ersten neun Monaten stiegen der Konzernumsatz um 21 Prozent auf 38,7 Milliarden Euro (knapp 77,4 Milliarden Mark), das Konzernbetriebsergebnis um 15 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, der Überschuss vor Steuern um 94 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro und der Jahresüberschuss nach Steuern um 176 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. "Neben operativen Verbesserungen haben wertmaximierende PortfolioMaßnahmen zu hohen, deutlich verbesserten Ergebnissen geführt", erklärte Vorstandsmitglied Hans-Michael Gaul. Dazu zählen der steuerfreie Verkauf von Cable & Wireless-Anteilen sowie die Abgabe vom Festnetzgeschäft und Kabelfernsehen. Noch nicht enthalten ist der Buchgewinn aus der Abgabe der E-Plus-Beteiligung.

Vorstandsvorsitzender Ulrich Hartmann geht davon aus, dass im Jahr 2000 das Rekordbetriebsergebnis noch einmal übertroffen wird. Denn deutlich verbesserte Ergebnisse aller anderen Teilbereiche sollen den weiteren Ergebnisrückgang beim Strom mehr als kompensieren. Ein Ende der Durststrecke beim Strom mit wieder steigenden Preisen wird erst ab 2001 gesehen. Bis dahin wird der Preisverfall, der durch Kostensenkung und Absatzsteigerungen nicht ausgeglichen werden kann, weitergehen. Schon in den ersten drei Quartalen stieg der Absatz um vier Prozent, aber der Umsatz sank um fünf Prozent auf 5,7 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis um fast zehn Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Zu den treibenden Sonderfaktoren für die Steigerung von Umsatz und Betriebsergebnis zählt die erstmals vollkonsolidierte Degussa-Hüls. Vergleichbar gerechnet läge das Betriebsergebnis von 366 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Ölbereich rutschte in die roten Zahlen, gut entwickelte sich hingegen die Logistik. Zwar seien die ersten neun Monate wenig erfreulich gewesen, für die kommenden Monate werde nach dem Anziehen der Chemiekonjunktur aber eine spürbare Verbesserung zu erwarten, so Gaul.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben