Wirtschaft : Venturepark AG auf der Suche nach marktfähigen Internet-Ideen

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Als Alternative zu den klassischen Beteiligungsgesellschaften ist die Venturepark Incubator AG, Berlin, am Dienstag offiziell an den Start gegangen. Der Dienstleister ist eine Ausgründung der Firma Pixelpark. Wie Pixelpark-Chef Paulus Neef auf der Eröffnungs-Pressekonferenz der Gesellschaft sagte, beschreite man mit Venturepark neue Wege in Europa.

Anders als bei den marktüblichen Beteiligungsgesellschaften stehe bei dem Pixelpark-Ableger nicht die Finanzierung junger Firmen im Vordergrund. Ziel soll es sein, in Zusammenarbeit mit bereits erfolgreichen Großunternehmen internetfähige Ausgründungen am Europäischen Markt zu initiieren und zu etablieren. Darüberhinaus ist geplant, eigene Ideen umzusetzen und innovative Existenzgründer im Bereich Neue Medien aktiv zu unterstützen. Das Leistungspaket von Venturepark greift vor allem auf das Know How der strategischen Partner Pixelpark und Bertelsmann zurück. Die Finanzierung der neuen Gesellschaft erfolgt extern. Bis zur geplanten Aufnahme weiterer Investoren in die Venturepark AG hält Pixelpark 62 Prozent des Gesellschafterkapitals. Den Rest teilt sich das Management. Da qualifizierte Beratung, Ideenschmiede, Auswahl und Interneterfahrung im Vordergrund der Geschäftstätigkeit stehen, hat die Mehrzahl der 40 Beschäftigten bereits in großen Konzernen wie McKinsey, Investmentbanken oder Lehman Brothers gearbeitet.

Venturepark startet mit zehn Unternehmen im Portfolio. Als Beispiele nannte Vorstandsmitglied Kersten Pucks das erstedeutsche Geschenkeportal im Internet, www.Geschenk24.de , den französischen Pflanzenversand Plantes-et-Jardin.com sowie die Internet-Einkaufsplattform www.Gastro-X.com für die gastronomische Industrie. Neben Berlin existieren bereits Büros in Paris, Madrid, Mailand und Warschau. Spätestens in drei Jahren will Venturepark an rund zehn Standorten in Europa vertreten sein. Alle zwölf Monate sollen dann jeweils zehn Projekte realisiert werden. Das Ertragsmodell der neuen AG orientiert sich streng an der Gewinnstruktur von Venture-Capital-Gesellschaften. Nach Aufwand und Leistung wird sich Venturepark mit bis zu 50 Prozent an den jeweiligen Firmen beteiligen. Nach erfolgreicher Markteinführung werden die Anteile dann verkauft oder an der Börse gehandelt.

Für den eigenen Börsengang will sich Paulus Neef, der dem Aufsichtsrat von Venturepark vorsteht, mindestens zwölf Monate Zeit lassen.

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