Wirtschaft : Veolia will Züge abstoßen

Paris/Berlin - Nach schweren Gewinneinbrüchen will der französische Konzern Veolia seine Busse und Bahnen aufgeben und sich auf die Bereiche Wasser, Abfall und Energie konzentrieren. „Wir haben die strategische Entscheidung getroffen, nach neuen Aktionären für die Transportaktivitäten zu suchen“, sagte Veolia-Chef Antoine Frérot am Dienstag. Veolia ist in Deutschland der größte private Konkurrent der Deutschen Bahn im Nahverkehr, die Zentrale für die Bundesrepublik sitzt in Berlin. Der Transportbereich Veolia-Transdev, der zu 50 Prozent Veolia und zur anderen Hälfte dem staatlichen Finanzinstitut Caisse des Dépôts (CDC) gehört, soll entweder ganz an die CDC oder andere Privatinvestoren aus dem Bereich Transport oder Industrie gehen. Erste Kontakte gebe es schon, sagte Frérot. Die Umstrukturierung soll binnen zwei Jahren abgeschlossen sein. Weniger rentable Aktivitäten im Wasserbereich in Großbritannien sowie im Abfallwesen in den USA sollen aufgegeben werden. Ein solcher Schritt habe sich angekündigt, hieß es in Unternehmenskreisen in Berlin. Das Bahn- und Busgeschäft sei aber gut aufgestellt. AFP/brö

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