VERABSCHIEDUNG VON DIETER HUNDT : Arbeitgeber feiern mit Merkel und Kohl

Die frohe Botschaft zum Schluss seiner Rede rettete Ingo Kramer nicht vor einer deftigen Replik. „Wir fühlen uns von Ihnen sehr gut regiert“, rief der neue Arbeitgeberpräsident der Bundeskanzlerin zu. Angela Merkel sprach kurz darauf, bedankte sich bei Dieter Hundt „für das, was Sie für Deutschland getan haben“und wandte sich dann dem Nachfolger zu. „Sie brauchen eine Weile, bis Sie das schaffen“, gab sie Kramer mit. „Nach Ihrer selbstbewussten Antrittsrede bedarf es einer solchen Bemerkung.“ Kramer hatte gewagt, den sich anbahnenden Koalitionsvertrag inklusive Mindestlohn und anderer Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt zu kritisieren: „Wir drehen alles zurück – das darf doch nicht wahr sein!“ Es war also ein stimmungsvoller Montagabend im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums anlässlich des Wechsels im Präsidentenamt. Bei fränkischem Wein und Wildbret verabschiedeten Vorstandschefs, Funktionäre und Minister den 75-jährigen Hundt in den Ruhestand. Ein alter Bekannter war auch zugegen: Helmut Kohl. Die Begegnungen mit dem „Kanzler der Einheit“ seien für ihn immer „eine Lehrstunde in Politik und Geschichte“ gewesen, erinnerte sich Hundt an Kohl. Der überraschte die Festgesellschaft mit einer kleinen Ansprache, zollte Hundt Respekt für 17 Amtsjahre und wünschte dem Nachfolger „von Herzen Glück für das schwere Amt“. alf

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