Veraltete Adressdaten : Eine Million Steuernummern unzustellbar

Enorme Fehlerquote beim Verschicken der neuen Steuernummern: Bis zu eine Million Briefe konnten allein in diesem Monat nicht zugestellt werden. Jetzt sollen die Einwohnermeldeämter aushelfen.

Die Probleme beim Versand der lebenslang gültigen neuen Steuernummern sind offenbar größer als bisher bekannt. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag fürchtet der Deutsche Städte- und Gemeindebund, dass allein in diesem Monat bis zu eine Million Briefe mit den neuen Nummern nicht zugestellt werden konnten. Grund seien veraltete Adressdaten.

Allein in Berlin konnten demnach bis zu 150.000 der Briefe nicht zugestellt werden. In München gibt es bis zu 70.000 Rückläufer, in Düsseldorf 29.000, berichtete das Blatt. Ein Sprecher des Städte- und Gemeindebundes forderte das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) auf, die Fehlerquote beim Verschicken der Steuernummern zu senken und sich in den Einwohnermeldeämtern besser nach den Anschriften der Briefempfänger zu erkundigen.

Das BZSt hatte Anfang August damit begonnen, allen Bundesbürgern ihre neuen Steuernummern zuzusenden. Bis zum Jahresende soll jeder Deutsche seinen neuen Zahlencode erhalten. Geplant ist, dass nach einer Übergangszeit die lebenslang gültige Steuernummer die bisherige ersetzt und zudem den Start der "elektronischen Lohnsteuerkarte" im Jahr 2011 ermöglicht. Datenschützer hatten dagegen Bedenken angemeldet. (lr/jr/AFP)

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