Verbot von Diesel- und Benzinautos : Böll-Stiftung fordert stufenweisen Ausstieg

Der Bundesrat ist für ein Verbot der Verbrennungsmotoren ab 2030. Der Chef der Grünen-nahen Böll-Stiftung, Ralf Fücks, hält das für ambitioniert

Henrik Mortsiefer
Ralf Fücks.
Ralf Fücks.Foto: imago stock&people

Das Verbot von Dieselfahrzeugen und Benzinern sollte nach Ansicht der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung wie der Ausstieg aus der Atomenergie stufenweise erfolgen. "Am Ende sollte ein verbindlicher Fahrplan stehen - ähnlich wie beim Atomausstieg", sagte Ralf Fücks, Vorstand der Böll-Stiftung, dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Die Grünen und die Mehrheit des Bundesrates empfehlen ein Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030. "Verbote sind ein grober ordnungspolitischer Keil", räumte Fücks ein. Der Ausstieg in rund 14 Jahren sei ein "ambitionierter Zeitraum für einen kompletten Systemwechsel" und ein "Kraftaktakt" angesichts des Stellenwerts der Branche für die deutsche Industrie. "Niemand will die Autoindustrie abwürgen", sagte Fücks. Klare Vorgaben seien freiwilligen Vereinbarungen aber vorzuziehen. "Der Übergangszeitraum, in dem wir ein duales System fahren - Verbrennungsmotoren und Elektromobilität -, sollte kurz sein."

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