Wirtschaft : Verbraucher ignorieren die Krise Deutsches Konsumklima

bleibt stabil.

Nürnberg - Die Verbraucher in Deutschland zeigen sich von der Schuldenkrise unbeeindruckt und schätzen die aktuelle Lage wesentlich optimistischer ein als die Unternehmen. „Trotz rezessiver Tendenzen in Europa sowie der steigenden Verunsicherung durch die Schuldenkrise sehen die Bundesbürger die deutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung“, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag in Nürnberg mit. Im Gegensatz dazu sind die Firmen selbst deutlich zurückhaltender, wie der gesunkene Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt. Die Stimmung in den Unternehmen war, wie berichtet, im Mai auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr gefallen. Der Konsumklimaindex für Juni hingegen bleibt laut GfK-Prognose stabil. In den beiden Vormonaten war er leicht zurückgegangen.

Die Verbraucher hätten diesmal die konjunkturellen Aussichten deutlich optimistischer eingeschätzt, erläuterte die GfK. Auch die Konsumneigung habe moderat zugelegt. Die Einkommenserwartung sei jedoch auf hohem Niveau etwas zurückgegangen. Das Chaos um die Regierungsbildung in Griechenland sowie die Diskussion um einen möglichen Austritt des Landes aus der Euro-Zone seien wegen des Zeitpunkts der Umfrage aber noch kaum in die Daten eingeflossen, betonte GfK-Experte Rolf Bürkl.

In den USA ist die Stimmung der Verbraucher so gut wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg im Mai auf den höchsten Stand seit Oktober 2007. Wie aus der Erhebung hervorgeht, zeigten sich die Konsumenten vor allem optimistischer über die Lage am Arbeitsmarkt. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer. Die Konsumausgaben machen rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung der USA aus. Im ersten Quartal wuchs der private Konsum um 2,9 Prozent. dpa/rtr

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