Wirtschaft : Verbraucher und Unternehmen sollen Zusatzbelastungen ausgleichen

Wirtschaft und Verbrauchern drohen neue Portoerhöhungen. Die Deutsche Post AG erwägt, bereits zum 1. Juli die Gebühren für Standardbriefe und Postkarten um jeweils zehn Pfennig auf 1,20 beziehungsweise 1,10 Mark anzuheben, wie ein Sprecher am Sonntag sagte. Zur Begründung verwies er auf unerwartete Zusatzbelastungen des Unternehmens in Milliardenhöhe. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller will aber "alles dafür tun", um die Preissteigerung zu verhindern.

Postsprecher Dopychai bestätigte einen Bericht der "Bild am Sonntag", nach dem das einstige Staatsunternehmen auf Grund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs Betriebsrenten rückwirkend zum Jahr 1991 auch für seine Teilzeitbeschäftigten zahlen muss. Dopychai deutete an, dass der Post nichts anderes übrig bleibe, als das Porto zu erhöhen. Allerdings liegt die endgültige Entscheidung bei der Bonner Regulierungsbehörde, die die Höhe des Portos genehmigen und ihrerseits auf die politischen Prioritäten Rücksicht nehmen muss.

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