Wirtschaft : Verbraucher wollen weniger ausgeben Konsumklimaindex sinkt zum zweiten Mal

Nürnberg - Die Verbraucherstimmung in Deutschland trübt sich weiter ein. Der konjunkturelle Gegenwind aus dem Ausland verunsichere die Bürger, erläuterte das Marktforschungsinstitut GfK am Freitag. Vor allem die Euro-Schuldenkrise habe im Dezember dafür gesorgt, dass die Befragten die künftige konjunkturelle Entwicklung Deutschlands etwas negativer einschätzten als in den Vormonaten. Von dieser Annahme beeinflusst ging auch die Konsumneigung zurück. Die Erwartung an die Entwicklung des eigenen Einkommens hingegen legte leicht zu.

Der von der GfK ermittelte Konsumklimaindex prognostiziert für Januar einen Rückgang auf 5,6 Punkte, nach revidiert 5,8 Punkten im Dezember. Es ist das zweite Minus in Folge – damit kehrt sich der seit dem Frühjahr andauernde Aufwärtstrend tatsächlich um. „Trotz der moderaten Verluste bleibt das Niveau des Konsumklimaindikators aber weiter zufriedenstellend“, betonten die Experten.

Auch die Bereitschaft zu teureren Anschaffungen geht zum zweiten Mal zurück. Mit Blick auf die Entwicklung des persönlichen Einkommens zeigten sich die Befragten der repräsentativen Studie diesmal zuversichtlich.

Für den Handelsverband Deutschland (HDE) steuert Deutschland derzeit nicht in Richtung einer Konsumflaute. Bisher hätten die Verbraucher die Euro-Schuldenkrise offensichtlich persönlich nicht zu spüren bekommen, sagte HDE-Sprecher Stefan Hertel am Freitag. Die Prognose für das laufende Weihnachtsgeschäft liege weiterhin bei rund 80 Milliarden Euro Umsatz – rund 1,5 Prozent mehr als 2011. dpa

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