Verbraucher : Zuschüsse für neue Geräte

Der Energieexperte der Verbraucherzentrale setzt sich für eine festgeschriebene Reduzierung des Energiebedarfs im Gebäudesektor ein.

Sparpotenzial. Neue Kühlschränke verbrauchen weniger Strom als alte Geräte. Foto: ddp
Sparpotenzial. Neue Kühlschränke verbrauchen weniger Strom als alte Geräte. Foto: ddpFoto: ddp

Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, berät Bürger bei Konsumentscheidungen. Für ein erfolgreiches Energiekonzept fordert sein Verband von der Bundesregierung eine „durchgreifende Energieeffizienzpolitiklinie mit klaren Zielen und Vorgaben“. Darunter falle auch eine festgeschriebene Reduzierung des Energiebedarfs im Gebäudesektor um 50 Prozent bis 2030 ebenso wie eine Verringerung des Stromverbrauchs um 20 bis 25 Prozent – beispielsweise durch den Austausch von alten Haushaltsgeräten wie Kühl- oder Gefriergeräten. Die meisten dieser Hausgeräte sind heute im Schnitt mehr als 15 Jahre alt. Die Kosten für die Anschaffung energieeffizienter Ausstattung sollen durch Zuschussprogramme und Steuererleichterungen für Verbraucher minimiert werden. Eine weitere Forderung: Die Einführung der Brennelementesteuer. Auch deren Einnahmen könnten in die Gebäudesanierung fließen.

Wer schlussendlich welche Kosten tragen soll, will die Zentrale im Sinne der Verbraucher im Konzept klar offengelegt sehen. „Wir schauen der Regierung auf die Finger und achten darauf, dass das Konzept einwandfrei durchgerechnet wird“, verspricht Krawinkel. Für die Politik wiederum böte ein klares und transparentes Konzept auch die Chance, in Sachen Energie wieder glaubwürdiger zu werden. lgi

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