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Digitales Lesefutter : Elektronische Lesegeräte im Test

02.10.2010 11:12 UhrVon Laura Höflinger

Die Auswahl an guten E-Book-Readern ist groß. Marktführer Amazon landet im Test mit dem "Kindle" auf einem der hinteren Plätze.

Als Amazon Ende 2007 seinen ersten E-Book-Reader, das „Kindle“, auf den Markt schickte, löste das US-Unternehmen damit einen regelrechten Hype aus. Schon wenige Wochen später war das Gerät ausverkauft. Seitdem sind das „Kindle“ und der Amazon-Shop Marktführer bei den E-Books. Die Stiftung Warentest hat sich jetzt das „Kindle“ und seine Konkurrenten angeschaut. Das Ergebnis: Neun von 14 Geräten erhielten die Note „gut“; das „Kindle“ musste sich mit einem „befriedigend“ zufriedengeben.

Platz eins belegte das bislang eher unbekannte „Bookeen Cybook Opus“ für durchschnittlich 222 Euro. Als günstige Alternative empfehlen die Tester den „Sony Reader Pocket Edition“ für 172 Euro.

Mit 512 Megabyte hat das Gerät allerdings auch einen weitaus kleineren Speicher als seine großen Konkurrenten. Auf deren Festplatten passen oft mehrere Gigabyte Texte. Platz genug für einige tausend Titel. Ein besonders günstiges Modell von Weltbild war nicht vertreten: Der „Aluratek Libre“ kostet 99,99 Euro und ist ab dem 12. Oktober erhältlich.

Ein E-Book-Reader ist die digitale Ausgabe eines Buchs: Festplatte und Metallgehäuse ersetzen Papier und Pappdeckel. Statt vom Druck hängt das Lesevergnügen vor allem von der Bildschirmqualität ab. Fast die Hälfte der Endnote machte die Wertung in dieser Kategorie aus.

Die Größe des Displays spielte für die Tester allerdings keine Rolle. Sie unterschieden die Lesegeräte zunächst in zwei Gruppen: Die erste erinnert mit ihrem Display an ein Notebook. Der LCD-Bildschirm leuchtet selbst; Lesen ist so auch im Dunkeln möglich. Die zweite und weitaus größere Gruppe verwendet sogenannte E-Ink, elektronische Tinte. Nur wenn das Bild wechselt, verbraucht das Gerät Strom. Dadurch hielten viele dieser Geräte im Test bis zu 14 Tage durch, bevor der Akku aufgab. Die kürzeste Laufzeit hatte mit acht Stunden das „Ectato Book-Lite.“ Sein LCD-Display frisst viel Strom, dafür sind die Buchstaben aber auch bei Schummerlicht gut erkennbar.

Das ist ein Vorteil gegenüber den E-Ink-Geräten. Diese liefern zwar bei Licht ein gestochen scharfes Bild. Weil sie aber auf eine Hintergrundbeleuchtung verzichten, sind sie im Dunkeln unbrauchbar. Dafür brachten die Geräte wiederum bessere Ergebnisse bei Sonnenschein. LCD-Bildschirme spiegelten im Test stark, oder der Kontrast war schwach. Das gilt besonders für das „iPad“ von Apple.

Amazons „Kindle“ schnitt hier deutlich besser ab, auch wenn es im Test bei starker Helligkeit Bildfehler beim Blättern gegeben hat. In der Prüfung nahm das „Kindle“ eine Sonderstellung ein, weil die Ausgabe DX getestet wurde. Die mittlerweile vierte Gerätegeneration hat ein besonders großes Display. Käufer können das Gerät allerdings nur in den USA bekommen, deswegen ist das Menü ausschließlich in Englisch verfasst.

Das „ iPad“ von Apple bekam erst gar keine Note. Bei dem Gerät handelt es sich nämlich nicht um einen E-Book-Reader im eigentlichen Sinne, das Lesen von Büchern ist nur eine von vielen Funktionen bei dem Multimediagerät. So kann Apples „iPad“ Filme und Musik abspielen und hat einen Zugang zum Internet. Wie beim „Kindle“ kann der Benutzer Bücher drahtlos aus einem Online-Shop herunterladen. Konkurrenzprodukte brauchen dafür einen Rechner und ein USB-Kabel.

Interessierten Käufern rät die Stiftung Warentest allerdings, darauf zu achten, welchen Kopierschutz ein Reader unterstützt. Bislang kann kein Gerät alle E-Book-Formate lesen. E-Books von Apple und Amazon etwa laufen nur auf den firmeneigenen Readern. Das hat urheberrechtliche Gründe. Die Firmen wollen illegale Kopien der Bücher verhindern, aber auch die Kunden an ein Gerät binden. Das macht den Umgang mit den E-Books kompliziert. Die Stiftung Warentest appelliert an die Hersteller, sich ein Beispiel an der Musikbranche zu nehmen. Die Plattenlabels hatten sich lange dagegen gewehrt, ihren digitalen Kopierschutz auf Lieder aufzugeben. Das ist nun passé. Mit Erfolg: Die Downloadzahlen für Musiktitel steigen seitdem kontinuierlich.

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