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Kaufen oder nicht : Seniorenhandy: Einfach zu einfach

23.07.2010 10:27 Uhrvon
Das Emporia Elegance. Foto: promoBild vergrößern
Das Emporia Elegance. - Foto: promo

Ein Handy, mit dem man telefonieren kann, sonst nichts – wo gibt es das noch? Ein Seniorenhandy im Test.

Es gibt Dinge, bei denen ich mit meiner Frau einfach nicht mithalten kann. Telekommunikation zählt dazu, nicht nur beim geschlechtstypisch hohen zeitlichen Aufwand, den sie damit treibt, sondern auch bei der technologischen Ausstattung. Wenn sie ihr iPhone (dienstlich) und ihren Blackberry (privat) im Restaurant auf den Tisch legt, stecke ich mein altes Nokia lieber diskret in die Jackentasche.

Neulich lag ich allerdings für einen Abend klar vorn. Schuld war das Emporia Elegance, das ich beiläufig bei unserem Stammitaliener auf die Wachstuchtischdecke geschlenzt hatte. Einige Bekannte blieben stehen und würdigten das formschöne schwarze Handy.

Es hat große Tasten, die vom Display durch ein schimmerndes Edelstahlband abgetrennt sind. Sieht ziemlich edel aus – und ist ein Seniorenhandy aus Österreich. Das merkt man spätestens, wenn es klingelt. Dann vibriert es lärmend über den Tisch und blitzt stroboskopartig dazu, als ob es Tote aufwecken wollte.

Aber in Zeiten überbordender Smartphones scheint es durchaus auch für Nicht-Senioren einen Reiz zu besitzen. Ein Handy, mit dem man telefonieren kann, sonst nichts – wo gibt es das noch? Die Bedienung ist einfach, für Tasten und Display braucht man keine Lesebrille, die Klangqualität überzeugt, und eine super Idee ist auch die kleine integrierte Taschenlampe.

Selbst meine Frau war kurz davor, den Blackberry durch das Emporia Elegance zu ersetzen. Hat sie jedenfalls gesagt.

Leider kann das Handy, das für 149,99 Euro im Elektrofachhandel – zum Beispiel bei Mediamarkt und Saturn – zu haben ist, einigen Schnickschnack nicht, an den sich vermutlich selbst die größten Technikmuffel gewöhnt haben. Eine Kamera fehlt, auch Bluetooth ist nicht an Bord, so dass man im Zweifel fürs Auto eine Freisprecheinrichtung dazu kaufen muss. Und bei Adressbuch und SMS bricht man sich die Finger, weil das Display so wenig anzeigt und die Tasten nur mit leichter Verzögerung anschlagen.

Kurzum, die Idee des einfachen Handys ist bestechend, aber zu einfach darf es eben auch nicht sein. Ich bleibe bei meinem alten Nokia, und meine Frau kriegt in Kürze das neue iPhone.

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