Wirtschaft : Verbraucherschützer warnen vor „Mondpreisen“

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Berlin Der Verbraucherschutzverband hat Schnäppchenjäger davor gewarnt, sich im Schlussverkauf von hohen Rabatten blenden zu lassen. „Wir gehen davon aus, dass immer wieder Händler Mondpreise einsetzen, um die Kunden zu locken“, sagt Carel Mohn, Sprecher des Bundesverbandes der Verbraucherzentrale. Das sei besonders häufig bei Textilien der Fall. Bei „Mondpreisen“ setzen Händler die Preise erst herauf, um sie anschließend mit einem umso höheren Rabatt wieder senken zu können. „Mondpreise sind ein beliebtes Mittel, um die Kunden reinzulegen“, sagt auch Christiane Köber von der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs.

Allerdings gebe es für die Verbraucher kaum ein Mittel, gegen diese Schummeleien vorzugehen. „Mondpreise sind gesetzlich verboten. Den Händlern diese nachzuweisen, ist aber fast unmöglich“, sagt Köber. Dafür müssten die Kunden über Monate Listen mit Preisen führen und diese dann mit den rabattierten Angeboten vergleichen. Nach Angaben von Verbraucherschützern und Wettbewerbszentrale hat es im aktuellen Schlussverkauf keine besondere Häufung von Schummeleien gegeben. Wegen des kühlen Sommers sind die Lager der Textilketten noch gut gefüllt. Rabatte bis zu 70 Prozent gibt es schon seit mehreren Wochen.

Der Handelsverband HDE rät Kunden, die sich geprellt fühlen, die regionalen Handelsverbände oder Verbraucherzentralen einzuschalten. Verbraucherschützer empfehlen zudem, Preise und Produkte im Schlussverkauf genau unter die Lupe zu nehmen. Gängige Praxis sei es, dass für den Schlussverkauf zusätzliche Aktionsware eingekauft werde, die zwar billig sei, aber eine schlechtere Qualität aufweise. msh

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