Wirtschaft : Verbrennungsmotor plus Elektroantrieb

Die Autohersteller müssen mit Vielfalt leben

Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Berlin - Noch gibt es ihn nicht, den einen Antrieb, der die Zukunft der Mobilität bestimmen wird. Derzeit entwickelt die Industrie parallel reine Elektrofahrzeuge, solche mit Brennstoffzellen sowie Hybrid-Lösungen. Denn der Verbrennungsmotor, so waren sich die Experten beim beim E-Mobility-Summit des Tagesspiegels einig, hat noch lange nicht ausgedient. „Die große Herausforderung ist, den Verbrennungsmotor weiterzuentwickeln und zugleich die Elektromobilität voranzutreiben“, sagte Jörg Grotendorst vom Zulieferer Continental. Christian Mohrdieck, Leiter des Bereichs Brennstoffzellen- und Batterieantriebsentwicklung beim Autobauer Daimler, sagte dem Verbrennungsmotor gar eine „blühende Zukunft“ voraus.

Schließlich, erklärten die Branchenexperten, soll der Kunde entscheiden, welcher Antrieb der beste ist. „Es gibt nicht den Königsweg, nicht die eine Zukunftstechnologie“, sagte Mohrdieck. „Schließlich kommt es darauf an, wofür der Käufer tatsächlich bereit ist, sein Geld auszugeben“, pflichtete ihm Lars Peter Thiesen von Opel bei. Der Rüsselsheimer Autobauer hat ein reines Elektroauto für kurze Strecken in der Stadt, einen Hybrid, bei dem ab 60 Kilometer Strecke ein Verbrennungsmotor die Batterie ablöst und ein Wasserstoff-Fahrzeug für größere Lasten im Programm. Auch Daimler betonte, bei den Antrieben auf Vielfalt zu setzen. Vor zwei Jahren brachte der Konzern die S-Klasse als Hybrid auf den Markt, verkauft aber auch mit Wasserstoff betriebene Busse. Es gehe nicht um die Entscheidung zwischen Brennstoffzelle oder Batterie, sagte Mohrdieck. „Wir werden beide Technologien brauchen“, erklärte er. Wichtig sei nun der Aufbau einer geeigneten Infrastruktur für die neuen Antriebe.

Hier sieht auch Siemens seine Rolle. Der Münchner Konzern hat sich dem Elektromotor verschrieben. „Es gibt einen Trend zur Elektromobilität und den wollen wir vom Windkraftwerk bis zur Ladesäule mitmachen“, sagte Michael Valentine-Urbschat von Siemens. jmi

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