Verdacht auf Untreue : Windhorst muss erneut vor Gericht

Auf den früheren Vorzeige-Unternehmer Lars Windhorst kommt erneut ein Prozess zu. Wegen Untreue muss sich der 33-Jährige am 4. November vor dem Berliner Landgericht verantworten.

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Windhorst
Lars Windhorst -Foto: dpa

Dies bestätigte eine Justizsprecherin am Dienstag. Der Kaufmann soll zwischen 2002 und 2004 als Vorstand der Windhorst AG rund 800 000 Euro aus dem Firmenvermögen für private Zwecke abgezweigt haben. Windhorst hatte bereits als 15-Jähriger mit Computerteilen gehandelt. Der Jung-Unternehmer aus Rahden galt in den 1990er Jahren als Wirtschafts-Wunderkind und durfte den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl auf einer Asien-Reise begleiten. Windhorst baute ein Geflecht aus Firmen auf, für die er nach ersten Erfolgen jedoch Konkurs anmelden musste. Derzeit arbeitet er bei einer Investmentfirma.

Nach jahrelangen Ermittlungen saß Windhorst im Dezember 2009 erstmals auf der Anklagebank. Das Betrugsverfahren um ein erschlichenes Millionen-Darlehen wurde eingestellt, weil sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf eine Zahlung von 3,5 Millionen Euro verständigten. Der Vorwurf der Untreue stand zwar beim ersten Prozess bereits im Raum, wurde jedoch abgetrennt. Nun könnte es auch im „Restverfahren“ zu einem Deal kommen, der Windhorst bei einem Geständnis eine Geld- und Bewährungsstrafe in Aussicht stellt.

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