Wirtschaft : Verdi: Dienstleistungsgewerkschaft ohne Chance in der New Economy

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Die neue Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hofft auf neue Mitglieder aus der New Economy. ÖTV-Chef Herbert Mai hat in der Informations- und Kommunikationsbranche ein Potenzial von 1,5 Millionen Arbeitnehmern ausgemacht. Doch in der Branche ist die Gewerkschaft kein Thema, sagt Werner Senger, Geschäftsführer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). "Es gibt keine Berührungspunkte", sagt Senger. "Die Idee der Gewerkschaft passt nicht in die Kultur der neuen Firmen." Die Mitarbeiter seien hochmotiviert und meist am Unternehmenserfolg direkt beteiligt. Auch die Arbeitgeberverbände finden bei den Firmen der New Economy keine neuen Mitglieder. "Ich verstehe, dass die Gewerkschaft hier rein rechnerisch ein Potenzial von 1,5 Millionen Arbeitnehmern sieht. Aber mehr als 90 Prozent wird sie einfach nicht erreichen." Wenn ein Mitarbeiter unzufrieden sei, dann suche er sich einfach einen neuen Job - 75 000 Fachkräfte fehlen. "Es gibt keine Fälle, wo Mitarbeiter unserer Firmen zur Gewerkschaft laufen."

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