Verdi erhöht Druck : Amazon-Mitarbeiter sollen an allen Standorten streiken

Seit mehr als einem Jahr streiten Amazon-Mitarbeiter für einen Tariflohn. Bislang zeigen die punktuellen Streiks kaum Wirkung - dennoch will Verdi sie fortsetzen.

Bereits seit mehr als einem Jahr legen Amazon-Mitarbeiter immer mal wieder die Arbeit nieder. Hier ein Bild aus Leipzig im Juli 2013.
Bereits seit mehr als einem Jahr legen Amazon-Mitarbeiter immer mal wieder die Arbeit nieder. Hier ein Bild aus Leipzig im Juli...Foto: AFP

Die Gewerkschaft Verdi plant neue Streiks beim Onlinehändler Amazon. Dazu könnte es bereits in den kommenden Wochen kommen. "Die Mobilisierung unter den Beschäftigten nimmt zu", sagte Verdi-Funktionär Heiner Reimann der "Bild". "Wir haben Zulauf an allen Standorten."

Dem Bericht zufolge soll der Arbeitskampf auf alle neun deutschen Amazon-Verteilzentren ausgeweitet werden. Bislang waren die Streiks in erster Linie auf die Niederlassungen im hessischen Bad Hersfeld und Leipzig beschränkt.

Verdi ist schon seit über einem Jahr im Zwist mit Amazon und fordert bessere Einkommens- und Arbeitsbedingungen. Das Unternehmen weigert sich laut Verdi aber bisher, Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft aufzunehmen.

An verschiedenen Amazon-Standorten war es schon mehrfach zu Streiks gekommen. Amazon zählt in Deutschland rund 9000 Beschäftigte. (AFP)

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