Wirtschaft : Verdi will Streiks im Einzelhandel ausweiten

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(msh). Im Tarifkonflikt des Einzelhandels hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit einer Streikwelle gedroht, wenn es vor dem 1. Juni keine Einigung mit den Arbeitgebern gibt. Zu diesem Termin werden die Ladenöffnungszeiten an Sonnabenden bis 20 Uhr verlängert. Bis dahin muss ein Tarifvertrag vorliegen, damit die Betriebsräte längeren Öffnungszeiten zustimmen können. Strittig ist vor allem die Frage der Zuschläge, die künftig am Abend und am Sonnabend gezahlt werden. „Die Arbeitgeber spielen weiterhin auf Zeit“, sagte VerdiVorstandsmitglied Franziska Wiethold am Montag in Berlin. Bei einer Befragung unter 12 000 Beschäftigten des Einzelhandels hätten sich bis zu 90 Prozent für Streiks ausgesprochen. Nach ersten Warnstreiks in der vergangenen Woche legten Einzelhandelsbeschäftigte am Montag in Bayern an acht Standorten die Arbeit nieder. Verdi kündigte zugleich an, längere Öffnungszeiten zu blockieren, wenn die Arbeitgeber kein akzetables Angebot vorlegen. Die Gesamtbetriebsräte von Karstadt-Quelle und anderen Händlern hätten ihre Zustimmung zu längeren Arbeitszeiten an den Abschluss eines Tarifvertrages geknüpft.

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