Wirtschaft : Verdi will Telekom-Streik durchboxen

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Bamberg - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am Freitag ihre Streik-Absicht bei der Deutschen Telekom bekräftigt. „Der Fehdehandschuh ist hingeworfen vom Vorstand“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in Bamberg. „Wir nehmen den Fehdehandschuh auf und gehen mit euch in die Urabstimmung und den Arbeitskampf“, rief er den Delegierten zu. Die Telekom müsse davon absehen, 50 000 Mitarbeiter in Service-Gesellschaften auszugliedern.

Bei der Telekom gibt es bereits seit Wochen Warnstreiks. In Rheinland-Pfalz und im Saarland legten am Freitag laut Verdi 500 Beschäftigte die Arbeit nieder. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten sich 800 Mitarbeiter an einem Warnstreik beteiligt. Etwa 150 Telekom-Mitarbeiter in Schwerin waren am Morgen in einen Warnstreik getreten.

Am kommenden Freitag soll die Große Tarifkommission von Verdi die Urabstimmung beschließen. Sollten dann 75 Prozent der Mitarbeiter zustimmen, droht der Telekom die größte Auseinandersetzung seit der Privatisierung im Jahr 1995. Betroffen wären zunächst nur die Call Center. dpa/AFP

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