Verfassungsbeschwerde : Auslieferung von Siemens-Manager gestoppt

Die Auslieferung des in München inhaftierten früheren Siemens-Managers Michael Christoforakos nach Griechenland ist vorläufig gestoppt worden. Christoforakos habe wie angekündigt Verfassungsbeschwerde gegen seine Auslieferung eingelegt und den Erlass einer einstweiligen Anordnung beantragt.

München - Darüber müsse nun das Bundesverfassungsgericht entscheiden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München am Montag mit.  Erst danach könne entschieden werden, wie es im Auslieferungsverfahren weitergeht, erklärte die Behörde.

Die griechische Justiz wirft Christoforakos Korruption und Geldwäsche vor. Der frühere Chef der Siemens-Landesgesellschaft in Griechenland soll Mitarbeiter der dortigen Telefongesellschaft OTE bestochen haben. Er hatte sich nach Deutschland abgesetzt. Sein Verschwinden hatte in Griechenland für großes Aufsehen gesorgt. Im Juni war Christoforakos nahe Rosenheim festgenommen worden. dpa

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