Verhandlungen : Bahn bittet um Geduld im Tarifstreit

GDL-Chef Schell hatte gestern schon ein schnelles Ende der Tarifverhandlungen mit der Bahn angekündigt. Die Bahn dagegen bleibt in ihren Voraussagen verhaltener. Noch sind einige strittige Punkte ungeklärt.

Berlin"Ich hoffe, dass man uns noch etwas Geduld entgegenbringt, auch in der Öffentlichkeit", sagte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale zu den laufenden Tarifverhandlungen. Sie reagierte damit auf Äußerungen des GDL-Vorsitzenden Manfred Schell. Dieser hatte sich gestern zuversichtlich gezeigt: "Ich gehe davon aus, dass wir am Donnerstag alles in trockenen Tüchern haben".

Morgen sollen die Tarifverhandlungen an unbekanntem Ort fortgesetzt werden. Heute rechnen Tarifexperten von Bahn und GDL verschiedene Varianten einer Einkommenserhöhung für die Lokführer durch. Beide Seiten liegen nach Angaben der GDL "in Entgeltfragen und in einigen Punkten der Arbeitszeit noch auseinander". Die GDL hatte zuletzt mindestens zehn Prozent mehr Einkommen gefordert, die Bahn ein Volumen von acht Prozent angeboten. Die Frage eines eigenständigen Tarifvertrages ist laut GDL kein Streitpunkt mehr. (ut/dpa)

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