Wirtschaft : Verhandlungen über Berliner Braustandorte

-

Berlin Die Verhandlungen bei der Radeberger Gruppe über drohende Schließungen von Brauereien in Berlin und Dortmund werden konkreter. Edmund Mayer, der Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), sagte dem „Tagesspiegel am Sonntag“, diesen Sonntag kämen die Konzernwirtschaftsausschüsse von Brau und Brunnen und der Radeberger Gruppe zusammen. Sie sollten über die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die sich mit der Lage der Brauereien beschäftigt haben, informiert werden. Mayer betonte jedoch, er erwarte nicht vor Ende des Monats eine endgültige Entscheidung in den strittigen Fragen.

Am kommenden Montag wird sich offenbar auch die Geschäftsleitung der Radeberger Gruppe zu Gesprächen mit dem Konzernbetriebsrat von Brau und Brunnen in Dortmund treffen. Das berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) am Samstag vorab.

Unsicher ist vor allem die Zukunft der Dortmunder DAB- und Brinkhoffs-Brauerei sowie der Schultheiß- (Hohenschönhausen) und Kindl-Brauerei (Neukölln) in Berlin. Betroffen sind in beiden Städten jeweils etwa 700 Mitarbeiter. Die zum Oetker-Konzern gehörende Radeberger Gruppe hatte die Brau und Brunnen AG im Frühjahr übernommen. Dadurch gehören die drei wichtigsten Berliner Marken – Berliner Pilsner, Berliner Kindl und Schultheiß – jetzt zu einem Konzern. Wegen hoher Verluste im Bierbereich kündigte Radeberger bereits im vergangenen August harte Einschnitte an – auch den Abbau von Überkapazitäten. Insgesamt sollen die Kosten um 20 Prozent gesenkt werden.

Die Radeberger-Gruppe ist derzeit der größte Bierbrauer in Deutschland und produziert auch die Pilsmarken Radeberger, Jever, Brinkhoffs, das Weißbier Schöfferhofer und mehrere Kölsch- und Altsorten. hop/Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar