Wirtschaft : Verkauf der LBB-Beteiligung schwierig

Aufsichtsrat will weiter verhandeln

BERLIN (mo).Wann und ob das Land Berlin seinen direkten Anteil an der Landesbank Berlin (LBB) verkaufen will, ist offensichtlich noch umstritten.Zwar teilte die Bankgesellschaft am Freitag mit, daß sich der Aufsichtsrat der Bankgesellschaft auf seiner außerordentlichen Sitzung am Donnerstag für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Land Berlin über den Erwerb der Landesbank-Beteiligung ausgesprochen hat und der Aufsichtsrat außerdem davon ausgeht, daß die Verhandlungen auch zum Abschluß gebracht würden.Mehr aber ist von der Bankgesellschaft momentan nicht zu erfahren.Im Vorfeld der Sitzung war aus Sparkassenkreisen Kritik an dem geplanten Verkauf laut geworden.Umstritten ist, inwieweit sich das Land - ganz ähnlich wie es derzeit auch in Hannover für den Fall eines Verkaufs von NordLB-Anteilen an die Berliner diskutiert wird - von seiner Beteiligung trennen kann, gleichwohl aber durch eine indirekte Beteiligung am Bankkonzern und aufgrund des Landesbankgesetzes in der Haftung bleibt.Die Senatsverwaltung hatte sich unlängst dafür ausgesprochen, sich von der direkten Beteiligung an der Landesbank Berlin in Höhe von knapp 25 Prozent zu trennen, was dem Land zu Einnahmen von anderthalb Milliarden verhelfen könnte.Damit wäre die Bankgesellschaft vollständiger Eigner der Landesbank.Zur Zeit hält die Bankgesellschaft 75,01 Prozent der Anteile.An der Bankgesellschaft ist das Land derzeit mit 56,8 Prozent beteiligt.

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