Wirtschaft : Verkauf der O & K Mining beschlossene Sache

In Zukunft nur noch Baumaschinen / Kleinaktionäre befürchten Ausbluten des Unternehmens BERLIN (dr).Die Kleinaktionäre waren nicht einverstanden, aber mit den Stimmen des Großaktionärs Krupp beschloß am Montag die außerordentliche Hauptversammlung von Orenstein & Koppel, Berlin/Dortmund, die Veräußerung aller Anrteile an der O & K Mining GmbH an die Terex Mining Equipment Inc., eine Tochtergesellschaft der Terex Corporation, Westport/USA.Der Vorstandsvorsitzende von O & K, Peter Müller- Eschenbach, begründete den Verkauf vor der Versammlung in Berlin mit den Worten, mit der Veräußerung werde das strategische Konzept der Verbindung der Unternehmensbereiche mit einem international ausgerichteten, industriellen Partner weiter umgesetzt.Mit Terex habe man einen geeigneten Partner gefunden.Terex mit 3400 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,5 Mrd.DM befaßt sich mit der Herstellung und Vermarktung von Investitionsgütern überwiegend für den Hochbau und die Bergbauindustrie.Bezahlt werden von Terex insgesamt 320 Mill.DM, davon 160 Mill.DM für alle Anteile und weitere 160 Mill.DM zur Tilgung von Finanzschulden der O & K-Mining-Gruppe.Allerdings werden nur insgesamt 280 Mill.DM bar bezahlt.Für 40 Mill.DM gibt die Terex Mining Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu 7,5 Jahren aus.Die Verzinsung beträgt acht Prozent über dem 6-Monats-Libor von zur Zeit 3,5 Prozent.Krupp hat die Bereitschaft erklärt, diese Schuldverschreibungen zum Nennwert zu übernehmen, so daß O & K zum Vollziehungsstichtag 320 Mill.DM zu Verfügung stehen, wovon wie erwähnt 160 Mill.DM an die O & K-Mining fließen. Auch an dieser Stelle setzte die scharfe Kritik der Kleinaktionäre an, die an der Seriosität von Terex zweifelten.Denn welches Unternehmen zahle freiwillig 8 Prozent über Libor? Zudem wird der totale Ausverkauf von O & K befürchtet, sodaß nur noch die "leere Hülle" übrig bleibe. Nachdem schon vor Jahren der Bereich Rolltreppen verkauft wurde, bleibt nun im wesentlichen nur noch ein reiner Baumaschinenhersteller.Hierfür wird laut Müller-Eschenbach ein geeigneter industrieller Partner mit internationaler Ausrichtung gesucht, denn alleine sei dieser Bereich nicht überlebensfähig.Nichtsdestotrotz sei das Werk in Spandau bis ins Jahr 2000 ausgelastet, im Augenblick habe man sogar das Problem, Fachkräfte zu finden.Langfristig soll sogar die Verwaltung von O & K nach Berlin kommen.

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