Wirtschaft : Verkauf des Autozulieferes Peguform bringt außerordentliche Erlöse

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Für die Aktionäre der Klöckner-Werke AG, Duisburg, haben sich die Erwartungen erfüllt. Der Hersteller von Folien sowie von Abfüll- und Verpackungsmaschinen wird für das Geschäftsjahr 1998/99 (30. September) die Dividendenzahlung wieder aufnehmen: Verteilt werden allerdings vorerst nur bescheidene 2,50 Mark je Stückaktie.

Möglich wird die Dividendenzahlung durch den Erlös aus dem Verkauf des Autozulieferers Peguform GmbH, Bötzingen, für 910 Millionen Mark an den US-Konzern Venture Holdings Trust. Dadurch fielen bei Klöckner außerordentliche Ergebnisse von rund 100 Millionen Mark in der AG und von 160 Millionen Mark im Konzern an. Nach Tilgung des bilanziellen Verlustvortrages von 127 Millionen Mark und Einstellung von 4,5 Millionen Mark in die Rücklagen wird im AG-Abschluss ein Bilanzgewinn von 23 Millionen Mark ausgewiesen. Im Konzern konnte bei einem Umsatz von 4,2 (Vorjahr 5,1) Milliarden Mark - vergleichbar ohne Peguform: 3,0 (3,1) Milliarden Mark - ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 183 (134) Millionen Mark erzielt werden. Durch den Jahresüberschuss von 229 (50) Millionen Mark erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 15 auf 34 Prozent.

Das neue Geschäftsjahr sei erfolgreich angelaufen, heißt es weiter. Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis hätten in den ersten drei Monaten über den vergleichbaren Werten des Vorjahres gelegen.

Zuletzt hatte Klöckner für 1989/90 eine Dividende von fünf Mark ausgeschüttet. Der damalige Stahl- und Verarbeitungskonzern war wenige Jahre später tief in die roten Zahlen gerutscht und musste Vergleich anmelden. Ein umfangreiches Sanierungspaket sicherte die Rettung. Dabei wurde die Stahlproduktion (Hütte Bremen und Georgsmarienhütte) verkauft. Zum Abbau der Verluste und der Verschuldung waren weitere Verkäufe notwendig.

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