Wirtschaft : Verkehrskunden:nur Kulanz

NAME

Wer sich mit Bus und Bahn fortbewegt, weiß ein Lied davon zu singen: Von Perfektion sind der öffentliche Nah- und Fernverkehr weit entfernt. Aber auch Flugreisende können keinesfalls sicher sein, dass sie ihr Ziel pünktlich erreichen. Den Schaden hat der Kunde. Gesetzliche Schutzvorschriften gibt es nur selten, die meisten Fälle werden auf dem Kulanzweg erledigt – und auf Kulanz hat man keinen Anspruch. Das gilt für die „Fahrzeit-“ und „Saubere-Sachen-Garantie“ der Berliner Verkehrsbetriebe genauso wie für die Pünktlichkeitsgutscheine der Bahn. Zwar entschädigt das Staatsunternehmen seine Fahrgäste für Verspätungen im Fernverkehr von über 90 Minuten mit einem Reisegutschein von 25 Euro (ICE: Gutschein von 10 Euro bei Verspätungen von mehr als 30 Minuten), doch verpflichtet ist die Bahn dazu nicht. Nach dem europäischen Bahnabkommen Cotif muss sie nur dann haften und Übernachtungskosten ersetzen, wenn man nachts sein Reiseziel nicht erreichen kann. Das soll sich ändern. Eine verlässliche Haftungsgrundlage für die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel fordern alle Parteien. hej

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben