Verkehrstechnik : Saudis sollen in deutsche Radarfallen fahren

Saudi-Arabien will die Zahl der Verletzten und Toten im Straßenverkehr senken. Um die Disziplin der Autofahrer zu erhöhen, kaufen sie Radartechnik von Jenoptik - für einen zweistelligen Millionenbetrag.

Blitzer für die Wüste. Jenoptik liefert Radartechnik nach Saudi-Arabien.
Blitzer für die Wüste. Jenoptik liefert Radartechnik nach Saudi-Arabien.Foto: dpa

Jenoptik-Technik soll künftig Temposünder in Saudi-Arabien ermitteln. Die Sparte Verkehrstechnik habe einen Auftrag über mehr als 20 Millionen Euro erhalten, teilte die Jenoptik AG am Freitag in Jena mit.

Er beinhalte in diesem und dem kommenden Jahr die Lieferung von mehreren Hundert stationären Anlagen zur Erfassung von Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstößen. Auftraggeber sei die Gesellschaft Dallah Trans Arabica in Jeddah. Bereits seit 2010 seien etwa 100 Jenoptik-Systeme zur mobilen und stationären Geschwindigkeitsüberwachung in Saudi Arabien erprobt worden.

In Saudi Arabien wird nach Jenoptik-Angaben derzeit am weltweit größten und technisch anspruchsvollsten Verkehrssicherheitsprojekt gearbeitet. Ziel sei, die Zahl der Toten und Verletzten durch Verkehrsunfälle zu senken.

Die Verkehrstechniksparte des Jenaer Konzerns habe sich bei der Ausschreibung des Auftrages gegen zahlreiche Wettbewerber behauptet. Die Jenoptik-Sparte bietet neben Überwachungsanlagen auch Dienstleistungen bis hin zum Versand von Bußgeldbescheiden an. (dpa)

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