Wirtschaft : Verkehrswissenschaftlerkritisiert Bahn-Preise Neues System zu kompliziert

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Frankfurt (Main) (ro). Das neue Preissystem der Bahn weist aus der Sicht von Wissenschaftlern gravierende Schwächen auf. Mark Ehrhardt, Verkehrswissenschaftler an der Universität Gießen, hat jetzt die erste wissenschaftliche Analyse des Systems vorgelegt. Sein ReformVorschlag: Mit der Abschaffung der Vorausbuchungsfristen soll das System vereinfacht werden, Stammkunden sollen mit der Wiedereinführung des 50-Prozent-Rabattes mit Bahn-Card bei der Stange gehalten werden. Grundsätzlich plädiert der Wissenschaftler für eine auf zwei Säulen aufgebaute Preisstruktur. In der ersten Säule sollen die Grundpreise festgelegt sein, die mit einer freien Reservierung für die Hin- und Rückfahrt verbunden sind. Daneben soll es nur noch zwei Sonderpreise geben, deren Kontingente sich an den Verkehrszeiten orientieren. Zum dritten plädiert der Wissenschaftler für eine drastische Reduzierung der Stornokosten: Berechnet werden soll nur noch die Differenz zum Grundpreis plus eine Bearbeitungsgebühr von fünf Euro. Derzeit liegen sie bei 45 Euro pro Strecke.

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