Wirtschaft : Verlockende Kunden

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Die Weberbank , an der die WestLB Interesse hat, ist eine „Perle“ im Konzern der Bankgesellschaft Berlin. Sie muss jedoch – so sieht es eine Vereinbarung mit der EU vor – verkauft werden.

Derzeit gebe es etwa ein knappes Dutzend In teressenten , heißt es aus dem Konzern Bankgesellschaft.

Ein Termin für den Verkauf steht noch nicht fest. Ursprünglich sollte die Weberbank bereits bis Ende des vergangenen Jahres einen neuen Eigentümer finden.

Neben dem Hauptsitz und Filialen in Berlin stützt sich die Bank vor allem auf das Online-Geschäft . Rund ein Drittel aller Umsätze im Zahlungsverkehr und etwa ein Viertel der Umsätze im Wertpapiergeschäft wird bereits über Internet abgewickelt.

Über die Zahl ihrer Kunden gibt die Bank keine Auskunft. Branchenkenner sprechen von einer Zahl unter 100000. Doch das Institut wäre eine Plattform für die WestLB.Über den Preis schweigt man sich in Berlin aus. Die Rede ist von rund 300 Millionen Euro. In den Büchern steht die Weberbank etwa mit diesem Betrag, sie soll aber über erhebliche stille Reserven verfügen.

Der Jahresüberschuss erreichte im vergangenen Jahr 9,88 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr sogar bei 13,52 Millionen Euro gelegen hatte.

Der Gewinn wird voll an die Aktionäre – darunter mit rund 98 Prozent die zur Bankgesellschaft gehörende Landesbank Berlin – weitergereicht. Die Dividende für 2003 beträgt 19 Prozent.

Die Weberbank, die bundesweit zu den großen Privatbanken zählt, erreichte 2003 eine Bilanzsumme von 4,5 (Vorjahr 4,7) Milliarden Euro.

Auch die Kundeneinlagen sanken 2003 um 126 Millionen Euro auf rund 2,2 Milliarden Euro. Bereinigt um Sonderfaktoren stiegen sie aber um gut 20 Prozent.

Die Zahl der Mitarbeiter gab das Institut mit 294 Personen an. Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten um fünf Prozent auf 42,4 Millionen Euro gedrückt werden. dr

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