Wirtschaft : Verluste an Nasdaq und Neuem Markt hinterlassen auch in Berlin Spuren

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Vier Prozent büßte der Dax in der vergangenen Börsenwoche ein. Große Verluste an der Wall Street, die unter Zinsängsten der Börsianer zu leiden hatte, lösten weltweit Kurseinbrüche aus. Die größten Verluste konzentrierten sich dabei in New York auf die Technologiewerte an der Nasdaq. Auch am Neuen Markt in Frankfurt hinterließen die Kursverluste Spuren. Die dort notierten Berliner Technologiewerte zeigten sich angeschlagen: Teles-Aktien verloren 8,7 Prozent auf 44,10 Euro, Beta Systems gaben 1,3 Prozent auf 15,80 Euro ab, Lobster büßten 1,8 Prozent auf 22,60 Euro ein. Gegen den Trend behauptete sich der Medien-Wert von Senator Film, der drei Prozent auf 79,80 Euro zulegen konnte. Berliner Freiverkehr profitierten nicht vom vollzogenen Aktiensplit. Die Aktie rutschte um 10,3 Prozent vergleichsweise auffallend deutlich nach unten.

Auf der Seite der Gewinner standen in der vergangenen Woche die Aktien von Herlitz. Der Verkauf der Immobilientochter Falkenhöh und des Merchandising-Geschäfts macht den Büroartikel-Konzern schlanker und für die Börse attraktiver. Dem Unternehmen gelingt es offenbar, sich immer stärker auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren. Gespannt warten Anleger nun auf nähere Details des Falkenhöh-Verkaufs. Die relativ erfolgreiche Tochter dürfte der Konzernmutter eine stattliche Summe eingebracht haben. Herlitz-Aktien lagen zum Wochenschluss mit 26 Euro um 1,2 Prozent über dem Vorwochenschluss. Unter die Marke von 100 Euro sank in der vergangenen Woche der Schering-Kurs. Drei Prozent Abschlag auf einen Kurs von 98,50 Euro machen das Papier zu einem preiswerten Pharmawert. Die Bewag-Aktie legte leichte 0,7 Prozent zu. Gewerkschaft und Vorstand haben sich darauf geeinigt, dass der geplante Personalabbau von 4000 Stellen ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne gehen soll.

Ein Großauftrag für die Solon AG - das Unternehmen wird für die Hannoverschen Verkehrsbetriebe Solar-Technik im Wert von 2,7 Mill. DM installieren - half dem Kurs um 8,3 Prozent nach oben. Gegenläufig der Trend bei BMP. Die zusätzliche Plazierung von 350 000 Stammaktien durch die HypoVereinsbank aus der Greenshoe-Option tat dem Kurs der Berliner Beteiligungsgesellschaft nicht gut. Mit einem Verlust von 10,8 Prozent waren BMP-Scheine Wochenverlierer.

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