Wirtschaft : Verluste mit Motorrädern aus Spandau

Berlin - Der BMW-Konzern hat mit seinen Motorrädern, die in Berlin-Spandau gefertigt werden, rote Zahlen erwirtschaftet, aber den Absatz gesteigert. Im dritten Quartal fiel in der Sparte vor Steuern ein Verlust von sieben Millionen Euro an, nachdem es im gleichen Vorjahreszeitraum fünf Millionen Euro Gewinn gewesen waren. Für die ersten neun Monate des Jahres weist der am Dienstag vorgelegte Zwischenbericht aber schwarze Zahlen aus: 80 Millionen Euro, knapp 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Trotz des Abschwungs läuft der Absatz noch. Im dritten Quartal stieg die Zahl der gefertigten Motorräder um fast 15 Prozent auf 23 284 (ohne die Marke Husqvarna). Auch die Auslieferungen legten im Quartal um 5,4 Prozent zu, sanken aber im bisherigen Jahresverlauf um 2,5 Prozent. Motorräder seien von der Krise der Branche nicht so stark betroffen, hieß es in München.

BMW hat in Berlin zuletzt kräftig investiert und will auch in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro ausgeben. Doch einen Rückschlag musste Spandau jüngst hinnehmen. Die Berliner Polizei entschied sich jüngst für Modelle der italienischen Konkurrenz Moto Guzzi. Noch geben sich die Bayern aber nicht geschlagen. „Wir gehen davon aus, in Zukunft deutlicher zum Zuge zu kommen, wir bauen die technisch besseren Maschinen“, sagte Konzernsprecher Karl Erich Probst.

In Spandau produzieren gut 2000 Mitarbeiter am Tag etwa 540 Motorräder täglich. Fast alle BMW-Motorräder kommen aus diesem Werk, nur ein winziger Bruchteil wird beim Kooperationspartner Piaggio gefertigt. dr

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