Vermarktungspraktiken : Intel droht EU-Wettbewerbsverfahren

Der US-Halbleiterkonzern Intel muss einem Zeitungsbericht zufolge noch in diesem Jahr mit einem Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission rechnen. Inzwischen sollen ausreichend Beweise vorliegen.

New York - Mitarbeiter der Brüsseler Behörde hätten genug Beweismaterial für ein Verfahren wegen der Benachteiligung des härtesten Intel-Konkurrenten AMD gesammelt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf zwei mit dem Fall vertraute Kontaktpersonen.

Die Entscheidung, ob ein solcher Schritt eingeleitet werden solle, werde Ende des Jahres fallen, hieß es weiter. Zunächst würden die Ermittler ihren schriftlichen Klageentwurf einem internen Rechtsausschuss vorlegen. Die endgültige Entscheidung werde EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes treffen.

Die EU-Kommission ermittelt seit fünf Jahren wegen der Vermarktungspraktiken des weltweit führenden Chipherstellers. Intels stärkster Konkurrent Advanced Micro Devices (AMD) wirft dem Marktführer vor, weltweit Zwang auf Computerhersteller, Systemhäuser, Groß- und Einzelhändler ausgeübt zu haben, damit diese keine Geschäftsverbindungen mit AMD eingingen. (tso/AFP)

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