Wirtschaft : Vermieter investieren wieder mehr

Berlin - Deutsche Bau- und Immobilienunternehmen haben im vergangenen Jahr so viel investiert wie seit zehn Jahren nicht mehr. Und auch in diesem Jahr soll wieder viel Geld in Wohnungen und Häuser gesteckt werden, wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Die Gesamtinvestitionen seien 2006 um rund 14 Prozent auf knapp neun Milliarden Euro gestiegen, für 2007 rechnet der GdW mit einem weiteren Anstieg um rund elf Prozent. Die meisten Investitionen seien im vergangenen Jahr mit sieben Milliarden Euro in den Bestand, also in Modernisierung und Renovierung, geflossen. Nur etwa zwei Milliarden wurden für Neubauten aufgebracht, teilte der Verband mit, der nach eigenen Angaben rund 3000 Unternehmen mit rund 6,2 Millionen Wohnungen vertritt. Davon entfallen etwa 140 Unternehmen mit rund 670 000 Wohnungen auf Berlin.

Von den Modernisierungen hätten auch die Mieter profitiert. Die Nettokaltmieten seien in den vergangenen sieben Jahren zwar um rund acht Prozent gestiegen. Die Heizkosten hätten im selben Zeitraum aber um 73 Prozent, die restlichen Betriebskosten um etwa 13 Prozent zugelegt, rechnete der GdW vor. Die Summe aller vorausgezahlten Betriebskosten sei für Mieter trotzdem nur um 14 Prozent gestiegen. „Es gibt keine Explosion der Betriebskosten“, stellte der GdW fest. Eine aktuelle Auswertung der Betriebskostenabrechnungen habe zudem ergeben, dass 2006 nur unwesentlich über den abgerechneten Betriebskosten des Jahres 2005 liege. Als Begründung nannte der Verband, dass 2006 bei gestiegenen Ver- und Entsorgungskosten weniger Energie und Wasser verbraucht worden sei. Zudem verhielten sich die Mieter zunehmend sparsamer. ysh

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