Vermögensranking : Milliardäre spüren die Wirtschaftskrise

Die Zahl der Milliardäre ist durch die Wirtschaftskrise gesunken. Größte Verliererin ist Quelle-Erbin Schickedanz, reichste Deutsche sind noch immer die Aldi-Brüder.

In Deutschland gibt es als Folge der Wirtschaftskrise deutlich weniger Milliardäre als noch vor einem Jahr. Nur noch 99 Personen beziehungsweise Familien verfügten über ein Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro, berichtete das manager magazin in seiner Sonderausgabe Die 300 reichsten Deutschen. Im Jahr 2008 seien es noch 122 gewesen.

Die höchsten Verluste erlitt demnach die Porsche-Familie. Ihr Vermögen sei wegen der gescheiterten Übernahme der Volkswagen AG um elf Milliarden Euro oder 71 Prozent geschrumpft. Auch für Maria-Elisabeth Schaeffler endete die Mehrheitsübernahme der Continental AG mit einem dicken Minus: Sie habe 92,4 Prozent ihres Vermögens verloren und sei in der Liste der reichsten Deutschen von Rang 15 auf Platz 260 abgerutscht. In dieser Liste taucht Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz gar nicht mehr auf, sie habe eines der legendärsten Vermögen des deutschen Wirtschaftswunders verspielt.

Reichste Deutsche blieben der Rangliste zufolge die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht mit einem geschätzten Vermögen von 17,35 beziehungsweise 16,75 Milliarden Euro. Auf Rang drei folgt Dieter Schwarz (10,0 Milliarden Euro), der Besitzer des Supermarkt-Konkurrenten Lidl.

Die 100 reichsten Deutschen haben den Angaben zufolge wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise 39 Milliarden Euro verloren. Ihr Besitz sei von 324,6 auf 285,6 Milliarden Euro geschrumpft. Das entspreche einem Minus von zwölf Prozent im Vergleich zu 2008. Weil sich Wirtschaft und Aktienmärkten aber inzwischen erholten, stelle sich die Lage für die Superreichen inzwischen erfreulicher dar als noch im Februar und März: Damals hätten die Reichsten im Schnitt rund 30 Prozent ihres Werte verloren gehabt.

Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters

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