Wirtschaft : Vermögensverwalter unter der Lupe

"Was läuft falsch bei Finanzdienstleistern und Anlegern?" - das war das Thema eines Expertentalks zur Vermögensverwaltung, die gestern von Tagesspiegel Online veranstaltet wurde. Deutlich wurde bei der Diskussion vor allem zweierlei: die Macht der Banken und die Unsicherheit der Anleger.

Berlin (25.02.2005, 14:30 Uhr) - Sie müssen Propheten sein, die Wünsche ihrer Kunden verstehen, die Unwägbarkeiten des Lebens vorausahnen - und sie müssen natürlich in der Welt der Aktien und Fonds zuhause sein - die Rede ist von Vermögensverwaltern. Doch wie findet man in einem unüberschaubaren Markt einen Finanzdienstleister, der diese Kriterien erfüllt? Wie erkennt man, dass der Mann auf der anderen Seite des Schreibtisches nicht nur einfach seinen Job macht, sondern dass er ihn für mich macht?

Um diese Fragen ging es am Donnerstagabend beim Expertentalk von Tagesspiegel Online und Avesco, einem Berliner Finanz-Dienstleistungsunternehmen, mit dem Tagesspiegel Online im vergangenen Oktober einen kostenlosen Depotcheck veranstaltet hatte.

Bleibt die eingangs aufgeworfene Frage, woran man einen guten Finanzberater erkennt. Volkmar Liebig empfahl, den Berater im Gespräch ganz direkt mit zwei Fragen zu konfrontieren: "Was machen Sie mit Ihrem eigenen Geld?" und: "Was konkret machen Sie für mich an Ihrem morgigen Arbeitstag?" Avesco-Chef Oliver Hagedorn hat darüber hinaus noch weitere mögliche "Testfragen" an den künftigen Finanzberater zusammengestellt.

Interessierte finden diese Fragen als PDF-Dokument unter diesem Link: www.tagesspiegel.de/depotcheck/7_Fragen_an_den_Finanzberater.pdf Hagedorn empfiehlt, den Fragenkatalog beim ersten Gespräch mit dem Berater Punkt für Punkt durchzugehen.

Eines wurde auf der Veranstaltung im Schweizerhof deutlich: Die Verunsicherung vieler Anleger ist groß. Um so wichtiger, so war gestern von vielen Gästen zu hören, ist es, dass die Medien sich dieses Themas annehmen, aufklären, informieren. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde gestern Abend getan. (Von Markus Horeld) ()

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