Versandhandel : Wer im Internet oder am Telefon kauft, hat mehr Rechte

Rund sechs Milliarden Euro werden die Versandhändler in diesem Jahr umsetzen. Immer beliebter ist das Internet-Shopping. Etwa 60 Prozent des gesamten Versandhandelgeschäfts entfallen inzwischen auf Verträge, die online geschlossen werden.

Weil die Käufer am Telefon oder am Computer die Produkte und den Verkäufer nicht persönlich prüfen können, werden sie vor Fehlkäufen besonders geschützt. Nach dem Fernabsatzgesetz können sie die Ware innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen zurücksenden. Der Verkäufer muss den Kunden vor oder unmittelbar nach Vertragsschluss über dieses Recht informieren. Tut er das zu spät, verlängert sich die Frist auf einen Monat. Tut er das gar nicht, hat der Verbraucher ein unbefristetes Rückgaberecht.

Wenn man die Ware zurückschickt (Paketeinlieferungsschein oder Einschreibebeleg aufbewahren), bekommt man den vollen Kaufpreis zurück. Liegt der Bestellwert der Ware jedoch unter 40 Euro, muss der Käufer die Kosten für die Rücksendung tragen. Bei Beträgen darüber zahlt der Versandhändler.

Einige Produkte sind von der Rückgabe ausgeschlossen: verderbliche Lebensmittel, CDs, DVDs und Computerspiele, bei denen die Zellophanhülle entfernt ist, sowie alle Produkte, die für den Kunden speziell angefertigt worden sind. hej

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