Wirtschaft : Verschachtelter Besitz

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Laut Bundesrechnungshof hat die Deutsche Bahn bei ihren Immobilien gemauschelt . Das DB-Gründungsgesetz von 1993 schreibt vor, dass alle Gebäude und Grundstücke, die betriebsnotwendig für Bahntöchter sind, auf diese Töchter übertragen werden müssen. Schätzungsweise 40 Prozent der Immobilien sind aber noch in der Hand der Konzernholding – die das Geld kassiert, wenn diese Immobilien verkauft werden. Der Rechnungshof argumentiert, dass diese Einnahmen mit Bundeszuschüssen hätten verrechnet werden müssen. Der Staat hätte also zu viel Geld überwiesen. Allein am Stuttgarter Hauptbahnhof wurden Grundstücke für 400 Millionen Euro verkauft. Wie das Geld verwendet wurde, ist unklar. Der Streit wirft auch einen Schatten auf die Bilanz der Bahn. Der Konzern hat sich wirtschaftlich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Jetzt gibt es einen Streit darüber, ob sich die Bahn durch die Immobilien schöner gerechnet hat. Am Montag werden die Halbjahreszahlen vorgestellt. Laut „Focus“ und „Welt am Sonntag“ hat die Bahn Gewinn und Umsatz erneut gesteigert. hop

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