Versicherungen : Wer Kunden unabhängig berät

Versicherungsmakler leben von den Provisionen der Versicherer. Eine provisionsfreie Alternative ist die Honorarberatung.

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Erst rechnen, dann auswählen.
Erst rechnen, dann auswählen.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Honorarberater vermitteln Finanzprodukte ohne Provision – stattdessen verlangen sie einen Stundensatz für die Beratung. Den muss der Verbraucher auch dann zahlen, wenn er sich am Ende für keine der angeratenen Versicherungen entscheidet. „Dafür hat der Berater kein Interesse daran, nur die Produkte zu verkaufen, die ihm das meiste Geld einbringen“, sagt Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Allerdings gibt es in Deutschland bislang noch viel weniger Honorarberater als Makler. Im Berufsverband deutscher Honorarberater sind gerade einmal 1500 registriert. Und: „Auch unter den Honorarberatern gibt es leider schwarze Schafe“, sagt Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten. Verbraucherministerin Ilse Aigner setzt sich deshalb für eine gesetzliche Regelung der Honorarberatung ein. „Die Verbraucher sollen die Wahl haben, ob sie sich an einen auf Provisionsbasis arbeitenden Makler oder an einen auf Honorarbasis arbeitenden Berater wenden“, sagte ein Ministeriumssprecher dem Tagesspiegel.

Einen guten Berater können Verbraucher zum Beispiel daran erkennen, dass er Produkte verschiedener Versicherer vergleicht und anbietet. „Und wenn er bestimmte Produkte eines Versicherers nicht anbietet, sollte er in Lage sein zu erklären, warum nicht“, sagt Verbraucherschützer Grieble. Auch sollten Verbrauch nie einen Versicherungsvertrag sofort unterschreiben. Wer unsicher ist, kann die Unterlagen vorher zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale prüfen lassen. cne

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