Wirtschaft : Versicherungsgruppe zahlt nach Gewinnplus mehr Dividende

Die AMB Aachener und Münchener Beeiligungs-AG erwartet für das Geschäftsjahr 1999 eine deutliche Steigerung des Gewinns und will die Dividenden von 2,00 auf 2,30 Mark erhöhen. Bereinigt um Sondereffekte werde der Konzernüberschuss vorläufigen Zahlen zufolge um über elf Prozent auf 262 (1998: 235) Millionen Euro steigen, teilte die Versicherungsgruppe am Dienstag in Aachen mit. Die gebuchten Beiträge aus dem Versicherungsgeschäft seien um über vier Prozen auf 8,1 Milliarden Euro gestiegen. Auch für das Jahr 2000 erwartet die AMB-Gruppe ein erfreuliches Konzernergebnis und plant ein über dem Branchendurchschnitt liegendes Wachstum. Nach Angaben von Analysten liegt die mehrheitlich zum italienischen Generali-Konzern gehörende AMB mit den Zahlen im Rahmen der Erwartungen. An der Börse legte die AMB-Aktie am Dienstag um knapp zwei Prozent zu.

Vor der Bereinigung um Sondereffekte sei der Konzerngewinn von 641 Millionen auf 289 Millionen Euro gesunken, teilte der Konzern weiter mit. 1998 sei der Jahresabschluss vor allem wegen des Verkaufs der niederländischen Tochtergesellschaften so hoch ausgefallen. Der Konzernabschluss im vergangenen Jahr sei durch die erwarteten Aufwendungen aus der Entkonsolidierung der BfG Bank AG belastet, die zum Jahresbeginn 2000 verkauft worden war. Die Aufwendungen seien bereits vorgezogen worden und werden daher das Ergebnis 2000 nicht mehr belasten. Positiv habe sich auf das Ergebnis 1999 die Senkung des Körperschaftssteuersatzes um fünf Prozent auf die 40 Prozent ausgewirkt. Dies habe die latente Steuerschuld gemindert und zu einem Ertrag geführt.

Vor allem die Sparte Lebensversicherung legte 1999 zu. Die ursprünglichen Steuerpläne der Bundesregierung für Lebensversicherungen haben die Beiträge mit einem Plus von 7,8 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro doppelt so schnell wachsen lassen. In der Krankenversicherung sei 1999 ein moderates Beitragsplus von 2,6 Prozent auf eine Milliarde Euro erzielt worden. In der Sparte Schaden- und Unfallversicherung habe die AM-Gruppe weitere Marktanteile hinzugewonnen. Während die Beiträge im Branchendurchschnitt um 0,4 Prozent zurückgegangen seien, habe die Sparte bei AMB um 1,4 auf 2,2 Milliarden Euro zugelegt.

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