Wirtschaft : Versicherungskunden: fehlende Transparenz

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In kaum einem anderen Rechtsbereich sind Rechte und Pflichten so ungleich verteilt wie im Versicherungsrecht, kritisiert der Bundesverband der Verbraucherzentralen. So dürfen Versicherer wichtige Informationen über den Vertrag erst nach der Unterschrift des Kunden nachreichen (der dann allerdings ein Widerrufsrecht hat), und in vielen Sparten muss der Versicherungsnehmer mit einer Kündigung rechnen, wenn er die Versicherung in Anspruch genommen hat. Problematisch ist aus Sicht der Verbrauchervertreter auch die Einschaltung von Versicherungsvertretern und damit verbundene Haftungsunklarheiten. Zudem fordert der Verband eine gesetzliche Regelung für den Konkurs von Versicherern. Die Parteien sehen das unterschiedlich. Während Bündnis 90/Die Grünen und die SPD das Versicherungsvertragsrecht reformieren wollen, setzt die CDU-/CSU-Fraktion eher auf eine Selbstverpflichtung der Anbieter. Die FDP erkennt dagegen keine dringende Notwendigkeit, die Rechte des Verbrauchers nochmals zu erweitern. Bereits heute seien erhebliche Teile des Versicherungsgeschäfts reglementiert. hej

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