Verteidigung : Airbus will mehr Geld für Militärtransporter

Der Flugzeughersteller Airbus hat Probleme bei der Entwicklung des Militärtransporters A400M. Die Kaufverträge mit Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Spanien will der Konzern deshalb zu seinen Gunsten ändern - auf Druck der Aktionäre.

Hamburg Airbus will vom Bund und anderen europäischen Regierungen mehr Geld für den neuen A400M. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" aus Branchenkreisen plant Airbus eine neue Preissteigerungsklausel in den bisherigen Verträgen. Demnach soll nicht mehr die Inflationsrate innerhalb der EU, sondern ein eigener Index für die Luftfahrtbranche maßgeblich sein. Zudem will Airbus erreichen, dass verspätete Auslieferungen bis zu einem Jahr ohne Strafzahlungen möglich sind.

Zu den wichtigsten A400M-Kunden gehören neben Deutschland auch Frankreich und Großbritannien. Die Bundeswehr ist mit 60 Maschinen der größte Abnehmer. Der Preis für das Militärflugzeug beträgt je nach Ausstattung rund 100 Millionen Euro pro Stück. Der Auslieferungstermin für die ersten Transporter wurde vor einigen Monaten wegen Schwierigkeiten in der Entwicklung auf 2010 verschoben. Airbus sprach von zusätzlichen Belastungen von mehr als einer Milliarde Euro. (ho/dpa)

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