Wirtschaft : Vertriebspartnerschaft mit der Allen Systems Group vereinbart

Das Berliner Softwarehaus Beta Systems setzt den im vergangenen Frühjahr begonnenen Umbau des defizitären Nordamerika-Geschäfts weiter fort. Wie der Anbieter von Automations-Software für Großrechenzentren am Donnerstag in Berlin mitteilte, habe er mit der Allen Systems Group (ASG) in Naples, Florida, eine umfassende Vertriebspartnerschaft vereinbart. Zudem wolle man die Aktivitäten für Lösungen zur Speicherung sehr großer Datenmengen ("storage management") in einer neugegründeten US-Tochter bündeln.

Mit den "zwei Schlüsselinitiativen" will die seit 1997 börsennotierte Beta Systems Software AG die Profitabilität in der Region deutlich erhöhen. "Beta Systems hat bisher auf dem nordamerikanischen Markt beträchtliche Wachstumsraten erzielt", sagte Vorstandssprecherin Christiane Hotz-Firlus. Wegen der außerordentlich hohen Kosten habe das Ergebnis aber nicht entscheidend verbessert werden können.

Durch die Veränderungen will die seit 1997 börsennotierte Beta Systems Software AG Vertriebskosten verringern und die Voraussetzungen für ein "signifikantes Umsatzwachstum" schaffen, sagte Vorstandssprecherin Christiane Hotz-Firlus. Beta Systems hatte bereits im Mai 1999 ein strafferes Nordamerika-Geschäft sowie eine "Repositionierung" angekündigt. Sie sollte eigentlich im dritten Quartal abgeschlossen sein.

Der Vertrag mit ASG sehe die gegenseitige Übertragung von Vertriebsrechten für das jeweils gesamte Produktportfolio der Partner vor. Die aus der Akquisition der kanadischen Harbor Systems (Calgary) hervor gegangene Geschäftseinheit "storage management" werde in die neue Tochter mit Sitz in Denver/Colorado eingebracht.

Mitte November hatte Beta Systems seine Umsatz- und Ertragsprognosen für 1999 reduziert, nachdem das Unternehmen im März angekündigt hatte, es wolle seinen Umsatz um 20 Prozent steigern und ein "deutlich höheres Ergebnis" als 1998 erreichen. 1998 betrug der Verlust von Beta Systems 18,6 Millionen Mark, bei einem Konzernumsatz von 76,1 Millionen Mark (38,8 Millionen Euro). Das Ergebnis war durch die Übernahme des kanadischen Unternehmens Harbor Systems Management im vergangenen Jahr stark belastet worden. Heute heißt die Firma Beta Systems of Canada. Das erste Quartal 1999 war vor allem vom kräftig ausgeweiteten Neulizenz-Geschäft geprägt, das um 63 Prozent zulegte.

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